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So vermeiden Sie Blasenbildung an der Tapete vor dem Anbringen

Dipan Patel

Blasenbildung an Tapeten entsteht meist durch vier vermeidbare Probleme: unzureichende Wandvorbereitung, unsachgemäßes Auftragen des Klebers, Lufteinschlüsse durch falsche Glättungstechnik und instabile Trocknungsbedingungen (Zugluft, Hitze/Kälte, Luftfeuchtigkeit). Behebt man diese Probleme vor dem Anbringen der ersten Tapetenbahn, lassen sich Blasenbildung und damit verbundene Probleme deutlich reduzieren.

Kurze Antwort

Um Blasenbildung beim Tapezieren zu vermeiden, reinigen und glätten Sie die Wand zunächst. Tragen Sie anschließend eine geeignete Tapetengrundierung auf, mischen Sie den Kleister im richtigen Verhältnis an und beachten Sie die Einweichzeit für Papiertapeten. Glätten Sie jede Bahn von der Mitte nach außen. Achten Sie außerdem darauf, dass der Raum windstill ist und keine starken Winde, extremen Temperaturen oder hoher Luftfeuchtigkeit herrschen, bis die Tapete vollständig getrocknet ist.

Was verursacht Blasen an Tapeten und wie lässt sich dieses Problem vermeiden??

  1. Ungleichmäßige Haftung: Das Vorhandensein von Staub, Fett, glänzender Farbe und unbemalten Bereichen mit unterschiedlicher Porosität kann dazu führen, dass die Haftung der Tapete an bestimmten Stellen schwach ist, was zur Bildung von Blasen oder Abplatzungen führt.
  2. Bewegung durch Ausdehnung: Das Tapetenpapier saugt Wasser auf und dehnt sich im nassen Zustand aus. Wird die Einweichzeit nicht eingehalten, dehnt sich das Papier an der Wand aus und es bilden sich Falten und Blasen.
  3. Lufteinschlüsse/Pasteeinschlüsse: Unregelmäßiges Glätten kann runde (eingeschlossene) Lufteinschlüsse erzeugen oder Pastenrillen hinterlassen, die später zur Blasenbildung führen.
  4. Ungünstige Trocknungsbedingungen: Zugluft und hohe Luftfeuchtigkeit können zu ungleichmäßigem Trocknen des Klebstoffs führen, was Blasenbildung an den Nähten und Ecken zur Folge haben kann.

Schritt 1: Bereite die Wand gründlich vor. 

Perfektion ist nicht erforderlich, aber eine stabile, saubere und gleichmäßige Oberfläche ist ein Muss. 

  • Entfetten und abspülen: Reinigen Sie die Küchenwand , insbesondere Bereiche mit häufigem Kontakt. Lassen Sie die Wand vollständig trocknen. 
  • Abkratzen und Ausbessern: Lose Farbe entfernen. Das Loch füllen und glatt streichen. Die gefüllten Stellen grundieren, damit die Paste die Reparatur nicht aufweicht und sich ablöst. 
  • Für ein gleichmäßiges Ergebnis anschleifen: Glänzende Farbe mattieren, um die Reflexionen zu reduzieren. Raue Oberflächen und Unebenheiten glätten, damit die Tapete vollständig haftet. 
  • Entfernen Sie den gesamten Staub: Saugen Sie zuerst mit dem Staubsauger und wischen Sie anschließend mit einem leicht angefeuchteten Mikrofasertuch nach. Staub ist eine der Hauptursachen für Blasenbildung. 

Profi-Tipp: Verwenden Sie eine Taschenlampe in einem flachen Winkel (Streiflicht). Sollten Sie jetzt Unebenheiten feststellen, werden diese auch nach dem Tapezieren nicht mehr verschwinden.

Schritt 2: Verwenden Sie die richtige Grundierung/Größe (dies ist der "fehlende" Schritt in vielen Anleitungen für Luftblasen).

Grundierung für Farbe und Tapetengrundierung/Grundierung erfüllen unterschiedliche Funktionen. Eine Tapetengrundierung/Grundierung versiegelt Poren, sodass die Wand den Tapetenkleister nicht aufsaugt, schafft eine gleichmäßige Oberfläche für die Haftung und erleichtert das spätere Entfernen.

Grundierung/Haftung für Tapeten kann verwendet werden auf:

  • Neue Gipskartonplatten, Spachtelschichten oder Putz
  • Ausgebesserte Wände (Fugenmasse)
  • Sehr matte, pudrige Farbe

Für folgende Anwendungen sollte eine Haftgrundierung für Wandbeläge verwendet werden:

  • Seidenglänzender/glänzender Lack (nach dem Schleifen)
  • Wände mit Fleckenrisiko

Aushärten ist erforderlich, nicht nur Trocknen. Wird die Tapete zu früh angebracht , kann der Kleister die Beschichtung erneut befeuchten, wodurch weiche Stellen entstehen, die Blasen bilden.

Schritt 3: Temperatur-, Zugluft- und Feuchtigkeitskontrolle

Die Trocknungsbedingungen sind genauso wichtig wie die angewandte Technik.

  • Zugluft ist zu vermeiden: Fenster und Türen sollten nicht offen gelassen werden; verhindern Sie, dass Luft über die Wand strömt. Lüften Sie stattdessen nur kurzzeitig.
  • Es sind konstante Bedingungen einzuhalten: Keine Heizgeräte, direkte Sonneneinstrahlung oder kalte Außenwände, die zu ungleichmäßiger Trocknung führen.
  • Die Luftfeuchtigkeit (insbesondere in Küsten- und Monsunklimaten) sollte überwacht werden: Zu hohe Luftfeuchtigkeit verlangsamt den Trocknungsprozess und kann Blasenbildung verursachen. Wenn sich der Raum feucht anfühlt, schalten Sie die Klimaanlage in den Entfeuchtungsmodus oder verwenden Sie einen Luftentfeuchter.

Schritt 4: Tapetenkleister richtig anmischen und auftragen

Eine Paste mit falscher Konsistenz und unzureichender Deckkraft führt sowohl zu nassen Blasen (zu viel Paste) als auch zu trockenen Blasen (zu wenig Paste).

  • Halten Sie sich genau an das Mischungsverhältnis: Messen Sie Wasser und Pulver ab, wenn Sie die Paste selbst anrühren. Rühren Sie langsam, damit keine Luft in den Klebstoff gelangt. Lassen Sie die Paste, falls in der Anleitung angegeben, ruhen und rühren Sie sie anschließend vorsichtig um.
  • Auftragen ohne trockene Stellen: Gleichmäßigen Film auftragen – keine Pfützen und keine dünnen Streifen.
  • Methode zur Anpassung an den Tapetentyp:
    • Papierbasiert: Papier einkleben, dann einweichen.
    • Vliesstoff / Wandklebetechnik: Die Wand gleichmäßig einkleistern.
    • Vorgekleistert: Gleichmäßig aktivieren und den Anweisungen auf der Rolle folgen.

Schritt 5: Einweichzeit beachten (Papiertapete)

Durch das Vorreservieren kann die Papiertapete Feuchtigkeit aufnehmen und sich dehnen, bevor sie angebracht wird. Wartet man nicht, quillt sie an der Wand auf und es bilden sich Blasen.

Einheitliche Buchungsmethode:

  • Gleichmäßig von Kante zu Kante kleben.
  • Falten Sie die Teigschichten aufeinander und achten Sie darauf, dass das Gesicht keine Falten wirft.
  • Rolle locker und behalte die Zeit im Auge.
  • Die Buchungszeit soll für jeden Strip gleich sein.

Obwohl Vliestapeten im Allgemeinen nicht eingeweicht werden müssen, ist es dennoch wichtig, auf einen gleichmäßigen Kleisterauftrag zu achten.

Schritt 6: Methode zur Vermeidung von Blasenbildung bereitstellen (von der Mitte nach außen, von oben nach unten)

Die meisten Ratgeber zum Thema „Luftblasen in Tapeten entfernen“ beginnen mit der Beschreibung des Problems. Wenden Sie diese Technik an, damit keine Blasen entstehen.

  1. Beginnen Sie absolut gerade: Ziehen Sie ein Lot und richten Sie das erste Stück daran aus.
  2. Die Oberseite leicht fixieren: Das Papier platzieren und ausrichten, ohne viel Druck auszuüben.
  3. Glätten Sie zuerst die Mitte: Nehmen Sie einen Glättungspinsel/-werkzeug und streichen Sie von der Mitte nach unten.
  4. Verlagern Sie die Luft zur Seite: Arbeiten Sie sich allmählich von der Mitte zu beiden Seiten vor und führen Sie dabei überlappende Striche nach unten aus.
  5. Reinigen Sie das Produkt während der Anwendung: Wischen Sie die herausgedrückte Paste sofort mit einem feuchten Schwamm und klarem Wasser ab.
  6. Überdehnung vermeiden: Lassen Sie den Streifen von selbst an Spannung verlieren. Zu starkes Dehnen kann beim Trocknen zu abstehenden Rändern und Blasenbildung führen.

Schritt 7: Nähte, Ecken und Ausschnitte als Risikozonen behandeln

In solchen Bereichen bilden sich Blasen in der Regel zuerst dort, wo eine ungleichmäßige Bedeckung oder ein ungleichmäßiger Druck festgestellt wird.

Nähte

Stoßen Sie die Tapetenkanten sauber an (es sei denn, Ihre Tapete gibt eine Überlappung vor). Glätten Sie die Fläche zunächst und rollen Sie dann vorsichtig mit einer Nahtrolle. Zu starkes Rollen kann Kleister herausdrücken und trockene Blasen entlang der Naht verursachen.

Innenecken

Drücken Sie keine Tapetenbahn in voller Breite mit Gewalt in eine Innenecke. Beachten Sie die üblichen Eckverfahren (Abschneiden/Überlappen), damit die Tapete keine Lücke überbrückt, die später Blasen werfen könnte.

Steckdosen und Schalter

Die Stromzufuhr unterbrechen, die Abdeckungen entfernen und ein kleines X einschneiden. Anschließend vom Schnitt weg glätten, damit keine Luft um das Gehäuse eingeschlossen wird.

Schritt 8: Präventionshinweise für selbstklebende Folien

Viele Menschen suchen nach Lösungen für selbstklebende Tapeten mit Blasenbildung, da sich in den selbstklebenden Paneelen Luftblasen einschließen können, wenn man es eilig hat.

  • Reinigen und trocknen Sie die Wände gründlich. Staub verursacht sofort Blasen.
  • Bearbeiten Sie jeweils einen Teil: Ziehen Sie ein kleines Stück der Einlage ab, legen Sie sie richtig hin und glätten Sie sie von der Mitte nach außen, dann fahren Sie fort.
  • Üben Sie gleichmäßigen Druck aus: Ein Filzabzieher ist hilfreich. Ziehen Sie nicht an der Verkleidung.
  • Bei selbstklebenden Materialien ist Vorsicht geboten: Je weniger atmungsaktiv das Material ist, desto mehr Luft kann eingeschlossen werden. Daher ist beim Glätten besondere Vorsicht geboten.

Checkliste vor dem Aufhängen

  • Die Wand ist sauber, trocken, glatt und staubfrei.
  • Die Patchwork-Fläche wurde gleichmäßig geschliffen und grundiert.
  • Die Tapetengrundierung/Haftung ist vollständig getrocknet.
  • Die Raumbedingungen sind stabil (keine starke Zugluft, Luftfeuchtigkeit wird reguliert).
  • Die Paste wird im richtigen Mischungsverhältnis angerührt; die Anwendung weist keine trockenen Stellen auf.
  • Für Papiertapeten wird eine Einweichzeit festgelegt.
  • Vorhandene Ausrüstung: Glättpinsel/-werkzeug, scharfe Klingen, Schwamm, Nahtrolle

Häufig gestellte Fragen

Verschwinden kleine Bläschen in der Tapete, wenn sie trocknen?

Kleine, weiche Bläschen können sich beim Trocknen des Klebers und beim Spannen der Tapete lösen. Schneiden Sie die Tapete erst nach 24–48 Stunden zu, es sei denn, Sie spüren Klebereste oder eine trockene, hohle Stelle.

Was ist die Hauptursache für Blasen in Tapeten?

Die Hauptursache für Blasenbildung in Tapeten ist eine mangelhafte Wandvorbereitung, beispielsweise durch Staub, Fett, ungestrichene Stellen und ungleichmäßige Porosität. Diese Faktoren führen zu einer schwachen Haftung, was Blasenbildung zur Folge hat.

Kann hohe Luftfeuchtigkeit zu Blasenbildung an der Tapete führen?

Ja. Hohe Luftfeuchtigkeit verlangsamt den Trocknungsprozess und kann zu Blasenbildung führen, insbesondere an Nähten und Ecken. Die Luftfeuchtigkeit sollte sowohl während der Installation als auch während der Trocknungsphase kontrolliert werden.

Hilft die Verwendung einer Nahtrolle, Blasenbildung zu vermeiden?

Eine Nahtwalze ist zwar hilfreich, übt aber nur sehr geringen Druck aus, und zwar erst, nachdem die Fläche geglättet wurde. Zu starkes Walzen kann die Paste herausdrücken und trockene Blasen verursachen.

Grundlegende Maßnahmen zur Vermeidung von Tapetenblasen vor dem Tapezieren

Die grundlegenden Schritte zur Vermeidung von Blasenbildung beim Tapezieren lassen sich durch folgende Maßnahmen durchführen: Wand vorbereiten und versiegeln, gleichmäßigen und gleichmäßigen Kleisterauftrag gewährleisten, Einweichzeit einhalten, von der Mitte nach außen glätten und für gleichbleibende Trocknungsbedingungen sorgen. So sparen Sie sich die Zeit, nach Lösungen zum Thema „Luftblasen in Tapeten entfernen“ zu suchen.

Verwandte Ideen: Wie viel Tapete benötigen Sie? – Eine Anleitung zum Ausmessen Ihrer Wände

Infografik mit Schritten zur Vermeidung von Tapetenblasen: Wandreinigung, Schleifen, Grundieren, Kleisteranmischen, Einwirkzeit, Glätten von der Mitte nach außen, Nahtpflege und kontrollierte Trocknungsbedingungen.
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